B A D E N | Projekt 2

Baden

Baden ist die Hauptstadt des Verwaltungsbezirkes Baden und liegt in Niederösterreich, 26 km südlich von Wien an der Thermenlinie. Baden wird auch als Biedermeierstadt bezeichnet. Die Bezeichnung Baden bei Wien ist nicht offiziell, wird aber auch auf der Homepage der Stadtgemeinde verwendet.

Baden hat ca. 25.00 Einwohner auf einer Fläche von 27Km2. Die Bevölkerungsdichte liegt in Baden bei 936 Einwohner/km2.

Baden ist durch die Südbahn und die Badener Bahn gut mit der Bahn aus Wien erreichbar. Die A2 liegt ebenfalls in unmittelbarer Nähe zu Baden.

 

Die warmen Schwefelquellen waren schon zur Römerzeit bekannt. Zur Zeit des Kaisers Claudius (41 - 54 n. Chr.) erhielt die Ansiedlung die Bezeichnung Aquae (deutsch: Wässer), die direkt auf ihre schon damals bedeutende Rolle als Heilbad hinweist. 869 wurde der Ort als „Padun“ neuerlich erwähnt. Baden erhielt im Jahr 1480 das Stadtrecht. 1488 besuchte die ungarische Königin Beatrix die Stadt, um ihre Kinderlosigkeit zu heilen. Die Türkeneinfälle mit der Zerstörung Badens sowohl 1529 als auch 1683, die Wirren der Reformation und Gegenreformation, die Pest 1713 sowie ein größerer Brand 1714 waren einschneidende Ereignisse im Leben der Stadt. Kaiser Franz I. verbrachte von 1796 bis 1834 jeden Sommer in Baden und erhob die Stadt zu seiner Sommerresidenz. Nach dem großen Stadtbrand 1812 wurde die Stadt im Biedermeierstil nach Plänen von Joseph Kornhäusel neu erbaut. Die Eingemeindungen von Leesdorf und Gutenbrunn 1850 sowie die Vereinigung mit Weikersdorf 1912 führten zur Vergrößerung auf das heutige Gemeindegebiet. 1916 wurde das Oberkommando der k.u.k. Armee von Teschen nach Baden verlegt. Nach der Eröffnung des Spielcasinos 1934 wurde Baden zum bedeutendsten Kurort Österreichs.

Ein Bombenangriff am 2. April 1945 zerstörte viele Gebäude. Von 1945 bis 1955 war Baden Hauptquartier der russischen Besatzungsmacht in Österreich. Nach 1965 wurde die gesamte touristische Infrastruktur des Orts erneuert, so dass Baden heute wieder einer der bedeutendsten Kurorte Österreichs ist.

 

Baden ist aufgrund der heißen Schwefelquellen eine bedeutende Kurstadt. Diese Schwefelquellen sind schon seit Jahrtausenden bekannt. Die älteste Schwefelquelle befindet sich in einem Stollen unter dem Casino. Heute kommt das Wasser aus vierzehn Quellen, die zu den schwefelhältigsten Österreichs zählen. Neben den Quellen ist Baden auf Grund seiner guten Luftverhältnisse auch ein Luftkurort.

Das Stadtbild Badens ist durch Bauten des Biedermeier geprägt, im frühen 19. Jahrhundert erlebte die Stadt durch den Badetourismus aus Wien einen wirtschaftlichen Aufschwung. Neben dem Kurtourismus ist Baden vor allem auch durch das Casino über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

 

Baden bei Google Maps


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Projekt 2 | TU WIEN | Baden bei Wien | 2009/2010