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06. 10. 2011 08:38
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Schwechat


Fläche:                  44,83 km²
Einwohner:            16.352
Einwohnerdichte:  365 EW/km²

(vgl. Statistik Austria 2008 & Statistik Austria 2010)


Das Wappen der Gemeinde



Quelle: Wikimedia 2011: online


Schwechat stellt die bevölkerungsstärkste Gemeinde der Region dar und ist als der zentralste Ort zu sehen. Mit dem Flughafen und der Raffinerie befinden sich die größten Arbeitgeber der Region auf dem Gemeindegebiet von Schwechat. Generell hat sich die Stadt Schwechat seit jeher als Industriestadt entwickelt und verfügt heute über mehr Arbeitsplätze als Einwohner.

- Zur Gemeindehomepage -


Gemeindespezifische Daten aus der Regions-Chronik

Um 100
Errichtung des römischen Reiterkastells „Ala Nova“ in Schwechat

Ab 540
Bajuwaren (Bayern) beginnen Besiedelung der ehemaligen römischen Donauprovinzen

1031
Erstmalige urkundliche Erwähnung des Flusses Schwechat als „Svechant“

6. September 1108
Urkunde Heinrich V. bezeichnet ein Grundstück als „in Schwechat gelegen“ Erste Erwähnung des „Wolfger de Svechanti“, der sich als erster Adeliger  nach dem Fluss Schwechat benennt und als Begründer des Ortes Schwechat gilt

1291
80.000 Mann starke Truppe unter dem ungarischen König Andreas II. überschreitet die Leitha und belagert Wien
Hauptlager der Ungarn mit dem Zelt des Königs wird in Schwechat errichtet, der Ort erleidet schwere Schäden

1334
Erstmalige urkundliche Erwähnung Schwechats als Markt

November 1446
Ungarischer Heerführer Johann Hunyadi (Vater des späteren ungarischen Königs Matthias Corvinus) verwüstet Schwechat während eines Raubzuges gegen Wien

Herbst 1529
Erste Türkenbelagerung  Zwischen Simmering und Schwechat kommt es zu den ersten Gefechten zwischen der türkischen Vorhut und der kaiserlichen österreichischen Armee, in den nächsten Tagen folgt die reguläre türkische Streitmacht Sultan Süleyman II. lässt sein Lager in Schwechat und Simmering errichten und befiehlt seiner Flotte alle Donaubrücken abzubrennen, um den Wienern die Möglichkeit einer Flucht zu nehmen Nach dreiwöchigem Kampf lässt Sultan Süleymann II. überraschend die Belagerung abbrechen Die Gemeinden der Planungsregion werden, wie alle Ortschaften im Einzugsbereich der Türken, total verwüstet, die Einwohner werden entweder getötet oder in Gefangenschaft verschleppt Schwechat ist in Folge fünf Monate unbewohnt

Um 1530
Beginn der Neubesiedlung Schwechats durch die Diözese Passau, Großteil der neuen Bewohner kommt aus Schwaben und Bayern

Um 1590
Die erste Schwechater Brauerei wird errichtet

1618 – 1648
Während des 30jährigen Krieges ist Schwechat großen Belastungen durch einquartierte und durchziehende kaiserliche Truppen ausgesetzt

15. März 1624
Neukonfirmierung des Schwechater Marktrechts durch Kaiser Ferdinand II.

1632
Matthias Descrolier, Ritter des goldenen Sporns, erwirbt Freihof in Klein-Schwechat und errichtet darauf eine Brauerei

18. Juni 1638
Kaiser Ferdinand II. nimmt die Gemeinde Schwechat per Dekret unter seinen „kaiserlichen Schutz und Schirm“ und befreit sie damit von künftigen Soldateneinquartierungen, anderen Kriegslasten und Exekutionen

Frühjahr 1704
Kuruzzen (ungarische Kreuzritter) fallen in der Region ein und richten sehr große Schäden an, Schwechat, Mannswörth und Fischamend werden niedergebrannt und viele Einwohner getötet

24. Februar 1732
Bei einer Überschwemmung werden in Schwechat alle Brücken und Dämme weggerissen

12. November 1805
Französische Soldaten rücken in Schwechat ein

1863
Die erste Schwechater Brauerei geht in Konkurs, wird 1869 von Anton Dreher II. gekauft, aber nur mehr als Mälzerei betrieben

12. Februar 1867
Eröffnung der ersten Schwechater Telegraphenanlage

19. November 1867
Gemeinderat Schwechat beschließt Errichtung einer Straßenbeleuchtung mit Petroleumlampen

1870
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Schwechat

2. Februar 1873
Die „Innerberger Hauptgewerkschaft A.G.“ nimmt in Schwechat die ersten zwei Hochöfen zur Roheisenerzeugung in Kraft Das Werk ist das modernste in Österreich und bewirkt den Zuzug von Arbeiterfamilien

5. Januar 1884
Lokalbahn von Schwechat nach Mannersdorf wird in Betrieb genommen

1897
Errichtung der ersten Schwechater Buchdruckerei und erste Ausgabe des Wochenblattes „Der Bezirksbote“

26. Juni 1899
Eröffnung der Eisenbahnlinie von Klein-Schwechat nach Heiligenstadt

Juni 1905
Vertragsschluss zwischen den Gemeinden Wien und Schwechat über die zukünftige Stromversorgung Schwechats durch Wien

21. September 1919
Verkehr der Straßenbahn von Wien nach Schwechat und der Pressburgerbahn wird aufgrund von Kohlemangel eingestellt

24. August 1922
Beschluss des Österreichischen Ministerrats Schwechat zur Stadt zu erheben

18. März 1936
Der Betrieb „Nova Öl- und Brennstoff Aktiengesellschaft“ siedelt sich in Schwechat an

Mai 1938
Baubeginn des Fliegerhorstes Schwechat

15. Oktober 1938
Neben anderen Gemeinden der Planungsregion wird Schwechat zum 23. Gemeindebezirk von „Groß‐Wien“ eingegliedert, der auch den Namen „Schwechat“ trägt

1942
Am Schwechater Fliegerhorst wird ein großes Flugzeugwerk errichtet

22. April 1958
Grundsteinlegung für die ÖMV-Großraffinierie Schwechat

16. Juni 1961
Die letzte Straßenbahn der Linie 72 vom Schwechater Hirschenplatz zum Zentralfriedhof fährt ab Danach nur noch Autobus-Verkehr

9. September 1983
Schwechat wird zur Europastadt ernannt

25. Dezember 1985
Terroranschlag am Flughafen Schwechat

2006
Stillegung von Teilen der Brauerei Schwechat

11. Januar 2011
Eröffnung der Veranstaltungshalle „Multiversum“ in Schwechat


Siedlungsentwicklung

Zur Darstellung der Siedlungsentwicklung der Gemeinde Schwechat wurden historische Pläne aus den Jahren 1820, 1945, 1970 und 2010 in Google Earth verortet. Durch das öffnen des kmz-Files in Google Earth gelangt man direkt zu den Plänen. Mit Hilfe der Google Timeline kann die Siedlungsentwicklung simuliert werden.

Download: Schwechat (kmz, 0,9 MB)


Quellen:

Statistik Austria (2008): Dauersiedlungsraum der Gemeinden. Gebietsstand 2008.
URL: http://www.statistik.at/web_de/klassifikationen/regionale_gliederungen/dauersiedlungsraum/index.html (Stand 22.02.2011)

Statistik Austria (2010): Ein Blick auf die Gemeinde Schwechat
URL: http://www.statistik.at/blickgem/blick1/g32419.pdf (Stand 22.02.2011)

Wikimedia (2011): Wappen Schwechat.
URL: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f7/Wappen_at_schwechat.jpg (Stand 28.02.2011)


Downloads & Links

Zum Bericht: Geschichte der Region (pdf, 5,3 MB)

Gemeindehomepage Schwechat: http://www.schwechat.gv.at